Szenario-Check

Vor großen Entscheidungen malt sich der Kopf vor allem den schlimmsten Fall aus. Mit dem Szenario-Check schreibst du für jede Option auf, was schlimmstenfalls, bestenfalls und wahrscheinlich passiert, und prüfst, wie schlimm es wirklich wäre und was du dann tun könntest.

Du kannst direkt loslegen. Plane zehn bis fünfzehn Minuten ein. Die Erklärung zur Methode findest du unter dem Tool.

Was ist der Szenario-Check?

Der Szenario-Check ist eine einfache Form der Szenariotechnik: Statt eine Zukunft vorherzusagen, beschreibst du drei mögliche Verläufe. Der Gedanke dahinter ist alt. Schon die Stoiker empfahlen, sich das Befürchtete genau auszumalen, um ihm den Schrecken zu nehmen.

Eine Befürchtung, die nur im Kopf kreist, bleibt unscharf und wirkt deshalb größer, als sie ist. Aufgeschrieben wird sie überprüfbar: Wie wahrscheinlich ist das? Wie schlimm wäre es wirklich? Und was könnte ich dann tun?

Wann hilft dir der Szenario-Check?

  • Wenn Angst die Entscheidung blockiert: und du eine Option nur wegen des Risikos nicht anfasst.
  • Bei Entscheidungen mit offenem Ausgang: Kündigung, Selbstständigkeit, Umzug, ein klärendes Gespräch.
  • Wenn du zu optimistisch planst: Auch dann hilft der nüchterne Blick auf den wahrscheinlichen Fall.
  • Nach der Entscheidungsmatrix: um den Favoriten auf sein Risiko zu prüfen.

So gehst du vor

  1. Entscheidung und Optionen nennen: Eine Option reicht. Du kannst auch „Alles bleibt, wie es ist“ danebenstellen.
  2. Schlimmstenfalls: Was könnte passieren, wie schlimm wäre das, wie wahrscheinlich ist es, und was könntest du dann tun?
  3. Bestenfalls: Was wäre der beste Ausgang, und wie gut wäre das?
  4. Wahrscheinlich: Womit rechnest du nüchtern betrachtet, und wie gut könntest du damit leben?
  5. Auswertung lesen: Alle drei Szenarien je Option und eine Einordnung des Risikos.

Warum der wahrscheinlichste Fall am meisten zählt

Entscheidungen fallen selten zwischen dem besten und dem schlimmsten Fall. Meist tritt ein, was du als wahrscheinlich beschrieben hast. Deshalb vergleicht das Tool deine Optionen über die Frage, wie gut du mit dem wahrscheinlichsten Fall leben könntest. Den schlimmsten Fall ordnet es gesondert ein: nach seiner Schwere, seiner Wahrscheinlichkeit und danach, ob du einen Plan für ihn hast.

So liest du die Auswertung

Zu jeder Option steht eine kurze Einordnung. „Die Angst ist größer als das Risiko“ heißt: Du hältst den schlimmsten Fall selbst für unwahrscheinlich. „Ernstes Risiko“ heißt: Er wäre hart und ist aus deiner Sicht wahrscheinlich. Dann solltest du dich absichern, bevor du dich entscheidest. Die Einschätzungen stammen von dir. Das Tool rechnet nichts hinzu.

Typische Fehler

  • Den besten Fall nur andeuten: Die meisten Menschen malen sich den schlimmsten genauer aus. Gönn dem besten dieselbe Sorgfalt.
  • Kein Plan für den schlimmsten Fall: Gerade wenn er sehr schlimm wäre, nimmt ihm ein Plan viel von seinem Schrecken.
  • Nichtstun für risikolos halten: Auch der jetzige Zustand hat einen schlimmsten Fall.

Den Szenario-Check im Coaching einsetzen

Im Coaching hilft der Szenario-Check, eine diffuse Angst in benennbare Risiken zu übersetzen. Die Frage „Und was würdest du dann tun?“ bringt oft die Erfahrung zutage, dass man mit schwierigen Lagen schon früher fertig geworden ist. Welche Stimmen in einer Person für und gegen eine Option sprechen, zeigt das Innere Team. Den zeitlichen Abstand liefert die 10-10-10-Methode.

Was passiert mit deinen Angaben?

Alles, was du einträgst, bleibt in deinem Browser gespeichert. Es wird nichts an uns oder an Dritte übertragen. Du kannst später auf demselben Gerät weitermachen und jederzeit neu starten.

Der Szenario-Check dient der Selbstreflexion. Er ersetzt kein Coaching und keine fachliche Beratung, etwa zu rechtlichen oder finanziellen Risiken.

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