Energiebilanz

Manche Dinge geben dir Kraft, andere kosten dich welche. Mit der Energiebilanz sammelst du, womit du deine Zeit verbringst, und siehst am Ende, ob du mehr ausgibst, als du zurückbekommst, und wo du ansetzen kannst.

Du kannst direkt loslegen. Plane etwa zehn Minuten ein. Die Erklärung zur Methode findest du unter dem Tool.

Was ist die Energiebilanz?

Die Energiebilanz überträgt ein Bild aus der Buchhaltung auf den Alltag: Auf der einen Seite steht, was dir Energie gibt, auf der anderen, was dich Energie kostet. Im Coaching wird sie genutzt, wenn jemand sich erschöpft fühlt, ohne genau sagen zu können, woran es liegt.

Der Nutzen liegt im genauen Hinsehen. Wer nur sagt „Die Arbeit strengt mich an“, kann wenig ändern. Wer weiß, dass es die Besprechungen am Nachmittag sind und nicht die Arbeit an sich, hat einen Ansatzpunkt.

Wann hilft dir die Energiebilanz?

  • Wenn du dauerhaft müde bist: und nicht weißt, was dich am meisten Kraft kostet.
  • Vor einer vollen Phase: um vorher zu klären, was du schützen willst.
  • Nach dem Lebensrad: wenn ein Bereich viel Belastung zeigt und du genauer hinschauen möchtest.
  • Als regelmäßiger Check: alle paar Monate, um Veränderungen früh zu bemerken.

So gehst du vor

  1. Ausschnitt wählen: Welchen Teil deines Lebens schaust du dir an, zum Beispiel eine typische Arbeitswoche?
  2. Sammeln: Tätigkeiten, Menschen und Orte, die dazugehören. Noch ohne zu bewerten.
  3. Bewerten: Gibt dir der Eintrag Energie oder kostet er dich welche, und wie stark, von 1 bis 5?
  4. Verändern: Für deine größten Energieräuber entscheidest du: lassen, anders gestalten oder so belassen. Dazu überlegst du, wie deine Kraftquellen mehr Platz bekommen.
  5. Auswertung lesen: Beide Seiten nebeneinander, deine Bilanz und deine Vorhaben.

Warum das Tool nach dem Gefühl fragt

Du entscheidest bei jedem Eintrag nach Gefühl, nicht danach, was sein sollte. Auch Schönes kann Kraft kosten, etwa ein voller Freundeskreis. Und manche Pflicht tut gut. Das Tool zeigt dir bei der Veränderung nur die drei stärksten Energieräuber, damit du nicht alles auf einmal umkrempeln willst.

So liest du die Auswertung

Die Auswertung zählt die Stärken beider Seiten zusammen. Ist die Bilanz im Plus, achte darauf, dass das so bleibt. Ist sie im Minus, gibst du mehr aus, als du zurückbekommst, und das geht auf Dauer an die Substanz. Eine ausgeglichene Bilanz trägt im Alltag, lässt aber wenig Reserve. Die Zahlen sind eine Orientierung, kein Messwert.

Typische Fehler

  • Zu grob sammeln: „Arbeit“ ist kein Eintrag. Erst einzelne Tätigkeiten zeigen, was genau Kraft kostet.
  • Nur Energieräuber streichen wollen: Oft ist es leichter, einer Kraftquelle mehr Raum zu geben.
  • Bewerten, wie es sein sollte: Wenn dich etwas Kraft kostet, das dir eigentlich Freude machen müsste, ist genau das die Information.
  • Schlaf und Pausen vergessen: Sie gehören auf die Liste wie jede andere Tätigkeit.

Die Energiebilanz im Coaching einsetzen

Im Coaching eignet sich die Energiebilanz für den Einstieg in Themen wie Überlastung oder Neuorientierung. Aufschlussreich sind Einträge, bei denen der Coachee zögert. Die Frage „Was kostet dich daran Kraft?“ führt oft schneller zum Kern als die Frage nach dem Problem. Für das, was sich nicht ändern lässt, passt anschließend der Einflusskreis.

Was passiert mit deinen Angaben?

Alles, was du einträgst, bleibt in deinem Browser gespeichert. Es wird nichts an uns oder an Dritte übertragen. Du kannst später auf demselben Gerät weitermachen und jederzeit neu starten.

Die Energiebilanz dient der Selbstreflexion. Sie ersetzt kein Coaching und keine ärztliche oder therapeutische Begleitung.

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