Stress-Ampel

Stress hat drei Ebenen: was von außen kommt, was du selbst daraus machst und wie du darauf reagierst. Mit der Stress-Ampel sortierst du deine Belastung in Rot, Gelb und Grün und findest für jede Ebene einen eigenen Ansatzpunkt.

Du kannst direkt loslegen. Plane zehn bis fünfzehn Minuten ein. Die Erklärung zur Methode findest du unter dem Tool.

Was ist die Stress-Ampel?

Die Stress-Ampel geht auf den Psychologen Gert Kaluza zurück. Sie teilt das Stressgeschehen in drei Teile. Rot sind die Stressoren: Anforderungen von außen. Gelb sind die persönlichen Stressverstärker: Ansprüche und Gedanken, mit denen du den Druck erhöhst. Grün ist die Stressreaktion: das, was in Körper, Gefühl und Verhalten passiert.

Jede Ebene beginnt mit einem Satzanfang: „Ich gerate in Stress, wenn …“, „Ich setze mich selbst unter Stress, indem …“ und „Wenn ich im Stress bin, dann …“. Die Dreiteilung zeigt, dass Stressbewältigung mehr ist als Entspannung.

Wann hilft dir die Stress-Ampel?

  • In einer anstrengenden Phase: wenn du merkst, dass der Druck steigt.
  • Wenn Erholung nicht mehr reicht: und der Stress nach dem Urlaub sofort wieder da ist.
  • Wenn andere im selben Umfeld gelassener bleiben: Dann lohnt der Blick auf die gelbe Ebene.
  • Zur Vorsorge: um deine Warnsignale zu kennen, bevor es eng wird.

So gehst du vor

  1. Situation nennen: Welche Situation oder Phase stresst dich, und wie stark?
  2. Rot, die Stressoren: Was von außen setzt dich unter Druck?
  3. Gelb, die Verstärker: Was trägst du selbst dazu bei?
  4. Grün, die Reaktionen: Woran merkst du den Stress?
  5. Ansatzpunkte: Für jede Ebene eine eigene Frage: Was änderst du an der Situation, welche Erlaubnis gibst du dir, wie sorgst du für Ausgleich?
  6. Auswertung lesen: Deine Ampel mit allen drei Ebenen und deinen Ansatzpunkten.

Drei Ebenen, drei Hebel

Zu jeder Ebene gehört eine eigene Art der Bewältigung. An den Stressoren setzt du an, indem du die Situation veränderst: abgeben, Nein sagen, anders planen. An den Verstärkern, indem du deine Ansprüche prüfst. An der Reaktion, indem du für Erholung sorgst. Die meisten Menschen beginnen bei Grün, weil es am einfachsten ist. Das Tool weist darauf hin, wenn du nur dort ansetzt.

So liest du die Auswertung

Du siehst die drei Ebenen untereinander, jeweils mit deinen Einträgen und deinem Ansatzpunkt. Am stabilsten ist es, auf allen drei Ebenen etwas zu tun. Du musst aber nicht überall gleichzeitig beginnen. Wenn eine Ebene dauerhaft leer bleibt, lastet alles auf den anderen.

Typische Fehler

  • Nur äußere Ursachen sehen: Die gelbe Ebene ist unbequem, aber dort hast du am meisten Einfluss.
  • Sich die Schuld geben: Verstärker sind keine Fehler, sondern oft die Kehrseite von Stärken wie Gewissenhaftigkeit.
  • Stressoren für unveränderbar halten: ohne es je ausprobiert zu haben.
  • Warnsignale übergehen: Schlaf, Verspannung und Gereiztheit sind Informationen, keine Störungen.

Die Stress-Ampel im Coaching einsetzen

Im Coaching ordnet die Ampel ein Thema, das oft als ein einziger Knoten erlebt wird. Die gelbe Ebene lässt sich mit dem Antreiber-Check vertiefen, einzelne belastende Gedanken mit dem ABC-Gedankencheck. Für die rote Ebene hilft der Einflusskreis bei der Frage, was sich ändern lässt. Was Kraft gibt und kostet, zeigt die Energiebilanz.

Was passiert mit deinen Angaben?

Alles, was du einträgst, bleibt in deinem Browser gespeichert. Deine Eingaben werden nicht an mich oder an Dritte übertragen. Ich zähle lediglich anonym, wie oft ein Tool genutzt wird. Du kannst später auf demselben Gerät weitermachen und jederzeit neu starten.

Die Stress-Ampel dient der Selbstreflexion. Sie ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Begleitung. Wenn die Belastung anhält oder du nicht mehr zur Ruhe kommst, sprich bitte mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt.

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