Ressourcen-Landkarte

Vor einer Herausforderung sehen wir oft nur, was fehlt. Die Ressourcen-Landkarte dreht den Blick um: Du sammelst in vier Feldern, worauf du schon bauen kannst, und entdeckst, welche Kraftquellen du bisher kaum nutzt.

Du kannst direkt loslegen. Plane zehn bis fünfzehn Minuten ein. Die Erklärung zur Methode findest du unter dem Tool.

Was ist die Ressourcen-Landkarte?

Ressourcen sind alles, was dir hilft, eine Aufgabe zu bewältigen: Fähigkeiten, Menschen, Erfahrungen, aber auch Orte, Routinen oder ein finanzielles Polster. Die ressourcenorientierte Arbeit ist ein Grundgedanke des lösungsorientierten Coachings. Sie geht davon aus, dass Menschen das meiste, was sie für eine Veränderung brauchen, schon mitbringen.

Die Landkarte macht das sichtbar. Unter Druck verengt sich der Blick auf das Problem. Eine geordnete Sammlung holt zurück ins Bewusstsein, was in solchen Momenten aus dem Blick gerät.

Wann hilft dir die Ressourcen-Landkarte?

  • Vor einem großen Schritt: neuer Job, Prüfung, Selbstständigkeit, Umzug.
  • In einer Krise: wenn du das Gefühl hast, mit leeren Händen dazustehen.
  • Bei Selbstzweifeln: als Gegengewicht zu dem, was du angeblich nicht kannst.
  • Zusammen mit der SWOT-Analyse: wenn du deine Stärken genauer ausleuchten willst.

So gehst du vor

  1. Anliegen nennen: Wofür brauchst du gerade Kraft?
  2. Fähigkeiten und Stärken: Was kannst du gut, wofür bitten andere dich um Rat?
  3. Menschen: Wer steht hinter dir, wen kannst du fragen?
  4. Erfahrungen: Welche schwierigen Situationen hast du schon gemeistert?
  5. Orte, Dinge und Routinen: Was gibt dir im Alltag Halt?
  6. Nutzen einschätzen: Wie stark greifst du auf jede Ressource zurück? Dann legst du fest, welche du für dein Anliegen stärker nutzen willst.
  7. Auswertung lesen: Deine Karte mit allen vier Feldern und den Ressourcen mit dem größten Spielraum.

Warum das Tool nach der Nutzung fragt

Eine Liste von Ressourcen allein verändert wenig. Entscheidend ist der Unterschied zwischen dem, was du hast, und dem, was du nutzt. Deshalb schätzt du für jede Ressource ein, ob du sie voll, teilweise oder kaum nutzt. Die Auswertung zeigt dir die Ressourcen, bei denen am meisten Luft ist.

So liest du die Auswertung

Du siehst deine vier Felder nebeneinander, jede Ressource mit ihrer Einschätzung. Darunter nennt das Tool bis zu drei Ressourcen, die du bisher wenig nutzt, und weist auf Felder hin, die leer geblieben sind. Ein leeres Feld heißt selten, dass es dort nichts gibt. Meist fällt einem später noch etwas ein.

Typische Fehler

  • Nur Großes aufschreiben: Auch der Spaziergang am Morgen oder die Nachbarin, die zuhört, zählt.
  • Selbstverständliches übersehen: Was dir leichtfällt, hältst du schnell für nichts Besonderes.
  • Menschen nicht fragen wollen: Eine Ressource, um die du nie bittest, bleibt ungenutzt.
  • Beim Sammeln stehen bleiben: Ohne den konkreten Schritt am Ende bleibt die Karte ein schönes Bild.

Die Ressourcen-Landkarte im Coaching einsetzen

Im Coaching stabilisiert die Landkarte, bevor es an schwierige Themen geht. Hilfreich sind Fragen aus der Außensicht: „Was würde deine beste Freundin bei den Stärken ergänzen?“ Bei den Erfahrungen lohnt es sich nachzufragen, was genau damals geholfen hat. Wer anschließend wissen will, was schon erreicht ist, arbeitet mit der Skalierungsfrage weiter.

Was passiert mit deinen Angaben?

Alles, was du einträgst, bleibt in deinem Browser gespeichert. Es wird nichts an uns oder an Dritte übertragen. Du kannst später auf demselben Gerät weitermachen und jederzeit neu starten.

Die Ressourcen-Landkarte dient der Selbstreflexion. Sie ersetzt kein Coaching und keine therapeutische Begleitung.

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