Persönliche SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse ordnet eine Frage in vier Felder: deine Stärken und Schwächen, dazu die Chancen und Risiken in deinem Umfeld. Im letzten Schritt verbindest du die Felder zu Strategien, damit aus der Bestandsaufnahme ein Plan wird.

Du kannst direkt loslegen. Plane fünfzehn bis zwanzig Minuten ein. Die Erklärung zur Methode findest du unter dem Tool.

Was ist eine SWOT-Analyse?

SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats, also Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Die Methode stammt aus der Unternehmensstrategie und wird seit den 1960er-Jahren eingesetzt. Sie funktioniert genauso gut für persönliche Fragen, etwa vor einem beruflichen Wechsel.

Der Kern ist eine einfache Unterscheidung: Stärken und Schwächen liegen in dir, Chancen und Risiken kommen von außen. Diese Trennung verhindert, dass du dir Dinge zuschreibst, die am Umfeld liegen, und umgekehrt.

Wann hilft dir die SWOT-Analyse?

  • Vor einer beruflichen Weichenstellung: Bewerbung, Wechsel, Selbstständigkeit, Weiterbildung.
  • Bei einem neuen Vorhaben: um früh zu sehen, was es trägt und was es gefährdet.
  • Zur Vorbereitung auf ein Gespräch: etwa ein Jahresgespräch oder eine Gehaltsverhandlung.
  • Vor der Entscheidungsmatrix: wenn du erst die Lage klären willst, bevor du Optionen vergleichst.

So gehst du vor

  1. Frage formulieren: Je konkreter, desto besser. „Soll ich mich als Coach selbstständig machen?“ statt „Wie geht es beruflich weiter?“
  2. Stärken: Was bringst du mit, das dir bei dieser Frage hilft?
  3. Schwächen: Was fehlt dir noch, oder was steht dir im Weg?
  4. Chancen: Was kommt dir von außen entgegen?
  5. Risiken: Was könnte von außen dazwischenkommen?
  6. Strategien: Du verbindest je zwei Felder und leitest daraus ab, was du tust.
  7. Auswertung lesen: Die vier Felder im Überblick und deine Strategien.

Warum das Tool nicht bei den vier Feldern aufhört

Die meisten SWOT-Analysen enden mit einer ausgefüllten Tabelle. Der eigentliche Wert entsteht erst danach. Das Tool stellt dir deshalb vier Fragen: Welche Stärke nutzt du für eine Chance? Was musst du aufholen, um eine Chance zu ergreifen? Mit welcher Stärke federst du ein Risiko ab? Und wo trifft ein Risiko auf eine Schwäche, sodass du dich schützen musst?

So liest du die Auswertung

Die Auswertung zeigt, wie viele hilfreiche und hinderliche Punkte du gesammelt hast. Die Anzahl allein entscheidet nichts: Ein einziges Risiko kann schwerer wiegen als fünf Stärken. Wichtiger sind deine Strategien. Sie sind das, was du aus der Analyse mitnimmst.

Typische Fehler

  • Innen und außen vermischen: „Wenig Aufträge in der Branche“ ist ein Risiko, keine Schwäche.
  • Zu allgemeine Frage: Ohne konkrete Frage sammelst du Eigenschaften, aber keine Antworten.
  • Mehr Schwächen als Stärken finden: Das ist häufig und sagt wenig aus. Frag Menschen, die dich schätzen, was sie ergänzen würden.
  • Alle Schwächen beheben wollen: Manche spielen für deine Frage keine Rolle.

Die SWOT-Analyse im Coaching einsetzen

Im Coaching schafft die SWOT-Analyse schnell eine gemeinsame Übersicht, besonders bei Karrierethemen. Der Coachee füllt die Felder oft am besten vor der Sitzung aus, damit im Gespräch Zeit für die Strategien bleibt. Wer die Stärken vertiefen will, nutzt zusätzlich die Ressourcen-Landkarte. Steht am Ende ein Vorhaben, hilft der SMART-Ziel-Check, es zu schärfen.

Was passiert mit deinen Angaben?

Alles, was du einträgst, bleibt in deinem Browser gespeichert. Deine Eingaben werden nicht an mich oder an Dritte übertragen. Ich zähle lediglich anonym, wie oft ein Tool genutzt wird. Du kannst später auf demselben Gerät weitermachen und jederzeit neu starten.

Die SWOT-Analyse dient der Selbstreflexion. Sie ersetzt kein Coaching und keine Karriereberatung.

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