Fortschritts-Check

Ziele scheitern selten am ersten Tag, sondern in Woche drei. Mit dem Fortschritts-Check hältst du regelmäßig fest, wo du stehst, was funktioniert hat und was du anpasst. Mit jedem Check wächst dein Verlauf, und du siehst früh, wann du nachjustieren musst.

Du kannst direkt loslegen. Ein Check dauert etwa fünf Minuten. Die Erklärung zur Methode findest du unter dem Tool.

Warum hilft es, den Fortschritt festzuhalten?

Zwischen einem Ziel und seinem Erreichen liegt eine Phase, in der die meisten Vorhaben leise versanden. Die Forschung zur Selbststeuerung zeigt, dass regelmäßiges Überprüfen genau hier wirkt. Eine Auswertung von 138 Studien mit knapp 20.000 Teilnehmenden (Harkin und Kollegen, 2016) kam zu dem Ergebnis, dass Menschen ihre Ziele eher erreichen, wenn sie ihren Fortschritt regelmäßig überprüfen. Der Effekt war größer, wenn der Fortschritt aufgeschrieben oder mit anderen geteilt wurde.

Der Fortschritts-Check setzt das um: eine Zahl, drei kurze Fragen, ein Verlauf über die Zeit.

Wann hilft dir der Fortschritts-Check?

  • Nach einem guten Vorsatz: damit er den Februar übersteht.
  • Nach dem SMART-Ziel Check: Das Ziel steht, jetzt geht es um das Dranbleiben.
  • Bei Zielen ohne klare Messgröße: mehr Gelassenheit, bessere Abgrenzung, mehr Zeit für dich.
  • Zwischen zwei Coaching-Sitzungen: als Brücke von einem Termin zum nächsten.

So gehst du vor

  1. Ziel und Rhythmus festlegen: einmal zu Beginn. Wöchentlich passt für die meisten Ziele.
  2. Check ausfüllen: Wie nah bist du deinem Ziel, von 1 bis 10? Was hat funktioniert, was hat gebremst, was passt du an?
  3. Verlauf ansehen: deine Werte als Linie, eine kurze Einordnung und alle bisherigen Checks.
  4. Wiederkommen: Beim nächsten Check siehst du, was du dir zuletzt vorgenommen hast.

Ein Tool zum Wiederkommen

Die meisten Methoden hier füllst du einmal aus. Dieser Check lebt davon, dass du ihn wiederholst. Weil das Tool nichts auf einem Server speichert, kann es dich nicht erinnern. Dafür lädst du dir mit einem Klick einen Serientermin für deinen Kalender herunter. Dein Verlauf liegt nur in dem Browser, in dem du ihn angelegt hast. Sichere ihn deshalb ab und zu als Text oder PDF.

So liest du den Verlauf

Die Linie zeigt deine Einschätzungen über die Zeit. Ein einzelner schwächerer Wert sagt wenig. Aufmerksam wirst du bei zwei Rückgängen in Folge oder wenn sich über mehrere Checks nichts bewegt. Dann lohnt die Frage, was gerade bremst. Dabei hilft die Kraftfeldanalyse. Für wiederkehrende schwierige Momente eignet sich der Wenn-Dann-Plan.

Typische Fehler

  • Nur die Zahl eintragen: Der Wert zeigt, wo du stehst. Erst die Notizen zeigen, warum.
  • Mehr Disziplin als Anpassung: Frag lieber, wie es einfacher wird.
  • Nach einem Rückgang aufhören: Gerade dann ist der Check am wertvollsten.
  • Zu selten hinschauen: Wer nur alle drei Monate prüft, merkt zu spät, dass etwas nicht passt.

Den Fortschritts-Check im Coaching einsetzen

Im Coaching verbindet der Check die Sitzungen. Die Coachee füllt ihn zwischen den Terminen aus und bringt den Ausdruck mit. Der Verlauf ist dann der Einstieg ins Gespräch: Was hat den Anstieg möglich gemacht, was ist in der Woche des Rückgangs passiert? Für eine einmalige Standortbestimmung mit Blick auf den nächsten kleinen Schritt eignet sich die Skalierungsfrage.

Was passiert mit deinen Angaben?

Alles, was du einträgst, bleibt in deinem Browser gespeichert. Es wird nichts an uns oder an Dritte übertragen. Auf einem anderen Gerät oder nach dem Löschen der Browserdaten ist dein Verlauf nicht vorhanden.

Der Fortschritts-Check dient der Selbstreflexion. Er ersetzt kein Coaching und keine therapeutische Begleitung.

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